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Auf Wiedersehen China


Mit 1. November schlossen sich die Pforten zur diesjährigen ethnologischen Ausstellung „Gold & Jade“, um im Frühjahr 2008 in die Welt der Wikinger zu entführen.

70.653 Besucher aus dem In- und Ausland tauchten ein, in die Welt chinesischer Herrschergräber und kostbarer Kulturschätze aus Gold, Jade und Porzellan. Die „Gold & Jade“-Ausstellung in der Leobener Kunsthalle beleuchtete auf eindrucksvolle Art und Weise 5.000 Jahre chinesische Kultur, von der Liangzhu-Kultur um 3000 v. Chr., bis hin zum Ende der Qing-Dynastie am Beginn des 20. Jahrhunderts.

„Ich bin mit dem Ergebnis der diesjährigen Großausstellung nicht unzufrieden. Wir können ein positives Resümee ziehen. Bei der ethnologischen Ausstellung 2008 sollen es aber wieder 100.000 Besucher werden“, so Leobens Bürgermeister Matthias Konrad.

Bei der diesjährigen ethnologischen Sonderausstellung handelte es sich um die weltweit größte China-Ausstellung, in der ausschließlich Originalobjekte, die von der Regierung in der Volksrepublik China genehmigt worden waren, gezeigt wurden. Masken, Gefäße, Spiegel, Lampen, Musikinstrumente, Schwerter, Gürtelschnallen, Ringsegmente, Pokale und Vasen, Dosen, Teeschalen, Rangabzeichen und Siegel gewährten den BesucherInnen einen faszinierenden Einblick in eine der bedeutendsten Weltkulturen.

Unter den Han-Kaisern erlebte das Kunsthandwerk eine ganz besondere Blüte und einen enormen Aufschwung. Unter anderem mit dieser Epoche wurden die BesucherInnen eindrucksvoll konfrontiert: Die Rekonstruktion eines Herrschergrabes aus dieser glanzvollen Zeit wurde architektonisch in die Ausstellung integriert, die kostbaren Grabbeigaben stimmungsvoll in Szene gesetzt.

Gäste aus allen österreichischen Bundesländern, aber auch aus Deutschland, der Schweiz, Italien, Slowenien und Kroatien zeigten sich von den Exponaten der Ausstellung sehr beeindruckt, deren Highlights mit Sicherheit der einmalige Lacksarkophag mit Jadeintarsien sowie der Jadepanzer, bestehend aus über 4000 Jadeplättchen, waren. Diese beiden Objekte waren erstmals mit dieser Ausstellung in Europa zu bewundern und gingen von Leoben direkt in das Museum Xuzhou in Südchina retour. Die Ausstellung "Gold & Jade" war die zehnte kulturhistorische Ausstellung in der Kunsthalle Leoben und wurde durch die Kooperation mit der chinesischen Partnerstadt Xuzhou und dem Kunsthistorischen Museum Wien möglich.

Im nächsten Jahr wird man in der Leobener Kunsthalle – gemeinsam mit dem Kunsthistorischen Museum Wien - in die Welt der Wikinger entführen. Vom 20. April bis 2. November 2008 zeigt man in Leoben die faszinierende Geschichte und Kultur des Seefahrervolkes und bleibt bezüglich des Ausstellungsthemas erstmals in Europa. Die Ausstellung wird Einblick geben in ihr Alltagsleben, in ihre Dichtung, Religion und Kunst, die in aufwändig gestalteten Gold- und Silberschmuckarbeiten, in Waffen und einer hervorragenden Schnitzkunst der Nachwelt erhalten geblieben ist.