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Von März bis September 2005 waren 300 kostbarste Objekte aus den Hochkulturen Mexikos in der Kunsthalle Leoben zu sehen.


Kernpunkt der Ausstellung war der Themenkomplex „Mensch und Kosmos“, der in seinen verschiedenen Erscheinungsformen anhand ausdrucksstarker Kunstwerke gezeigt wurde. Die Ausstellungsstücke repräsentierten einen Zeitraum von nahezu 3000 Jahren. Es handelte sich dabei um Exponate von höchster künstlerischer Qualität – Plastiken, Stein- und Tonskulpturen, aber auch Reliefs, Masken und Gefäße sowie Objekte aus Gold, jade und Sepentin, die zwischen 1200 v. Chr. und der Ankunft der spanischen Konquistadoren im Jahr 1521 gefertigt wurden.

Die Hochkulturen Mesoamerikas (Mesoamerika umfasst den Süden des heutigen Mexiko, ganz Guatemala und Belize sowie den Norden El Salvadors und den westlichen Teil von Honduras; Mesoamerika ist aber auch als Kulturbegriff zu verstehen), die bis 1500 v. Chr. Zurückreichen, fanden mit dem Fall des Azteken-Reiches am Beginn des 16. Jahrhunderts ihr jähes Ende.

Im Zuge der spanischen Eroberungs- und Raubzüge wurde auch nahezu das gesamte Erbe dieser Kulturen vernichtet. Von den einst blühenden Hochkulturen der Olmeken, Huaxteken, Zapoteken, Mixteken, Maya, Tolteken und Azteken wissen wir heute nur mehr wenig. Geblieben sind Mythen, rätselhafte Berichte und die Ruinen gigantischer Städte und Tempelpyramiden. Auch wenn vieles unbeantwortet bleiben muss – es waren glanzvolle und geniale Kulturen.